Hier wird die Zubereitung von Ingwerwhiskey erklärt...

Allgemeines

Ingwer ist eine tolle Wurzel. Sie wird in allen Gesellschaften, wo sie wächst, auch als Arznei, bzw. Naturheilmittel verwendet. Ingwer ist als Stärkungsmittel das den Magen wärmt bekannt. Deshalb wird er gerne als Tee getrunken. Unter anderem soll er aber auch als einziges Hausmittel gegen Seekrankheit helfen. Eine unbekannte Variante der Ingwer-Verarbeitung ist das Aufsetzen eines Ingwersud  der in Alkohol reift. Nach dem Schamanen Don Augustin kurriert man damit in Peru Rheuma in 3-4 Monaten aus! Dieser Sud wird also als hochdosiertes Naturheilmittel verwendet. An sich ist es aber bloß hochprozentiger Alkohol mit viel, viel Ingwer. der Ingwer-Whiskey bringt damit alle Probleme die man von Alkoholkonsum kennt mit sich. Im folgenden zeige ich Ihnen die Herstellung von Ingwer-Whiskey nach dem Rezept des peruanischen Schamanen Don Augustin.

Einnahme

Jeder muss sein eigenes Maß finden, denn es handelt sich um ein alkoholhaltiges Getränk. Ingwerschnaps hat bei der ersten Mischung circa 25% Alkohol und bei der zweiten Mischung circa 40% Alkohol. Egal welche Mischung sie verwenden, der ranghöchste peruanische Schamane Don Augustin empfiehlt  bei Rheuma abends vor dem Schlafengehen 40ml, also ein doppeltes Pinnecken, zu trinken. Das würde bei Rheuma nach 2 Monaten Wirkung zeigen. Er sagt, er kuriere damit Rheuma in 3-4 Monaten aus. Tatsächlich habe ich Kunden gehabt die ähnliche Entzündungshemmende Wirkungen an sich erlebt haben wollen. Als Magenwärmer verwende ich Ingwerschnaps bei Erkältungen für 3-5 Tage oder im Alltag einmalig und nach Bedarf. Ich habe kein Rheuma und trinke damit unregelmäßig mal ein doppeltes Pinnecken (40ml). Ich habe auch schon einen vorzüglichen Caipirinha mit dem Ingwer-Whiskey gemacht indem ich Rum durch Whiskey ersetzte, lecker. Der Schamane empfiehlt bei Rheuma dem Ingwerschnaps drei Monate Zeit zu geben um zu wirken. Man solle es nicht als Alkohol trinken ansehen, sondern als die Einnahme eines in Alkohol gelösten Wirkstoffes sagt er. Man sei kein Alkoholiker, sondern ein Patient. Seien wir aber mal ehrlich: es ist nicht jeder in der Lage jeden Tag Alkohol zu trinken ohne sich an den Konsum zu gewöhnen! Das ist nicht zu unterschätzen. Ein Alkoholproblem ist mit Sicherheit nicht einer Rheumaerkrankung vorzuziehen! Man könnte ja auch auf sehr starken Ingwertee umsteigen. Eine Zehe so groß wie die ersten zwei Glieder des eigenen Daumen auf einen Liter Wasser aufgießen ( min. 10 Minuten zeihen lassen und Stücke danach einfach im Tee lassen) und täglich 1-1,5 Liter Tee Trinken. Das ist dann wohl auch hochdosierter Ingwer im Sinne des Schamanen.

Einkauf

Wichtig für den Einkauf ist das Verhältnis von Ingwer und Whiskey. Man rechnet einfach folgendermaßen: 100ml Whiskey entsprechen 100 Gramm Ingwer. Da man in der Regel Whiskey nur in 700ml Flaschen kaufen kann, wohingegen man Ingwer üblicherweise stets abwiegt, rechnet man von Whiskey auf Ingwer zurück. Überlegen Sie also vorerst wieviel Flaschen Whiskey sie verarbeiten wollen und kaufen Sie dann entsprechend das Gewicht an Ingwer. Von der Menge an Whiskey und Ingwer bleiben etwa 90 Prozent Ingwerschnaps über. 1,4Liter Schnaps mit 1,4 Kg Ingwer ergeben genau 2,8 Liter Masse zum aufsetzen, was im Resultat  2,8 x 0,9 gleich 2,52 Liter Ingwerschnaps ergibt. Bei dem 2.ten Aufguss erhalten Sie etwa 98 Prozent des eingesetzten Whiskeys als Ergebnis, da der bereits pürrierte/geriebene Ingwer nach dem ersten Quetschen wieder verwendet wird. Es bleibt beim zweiten Aufsetzen halt kein wirklicher Rest.

Vorbereitung

Sie benötigen folgende Hilfsmittel: einen Topf, ein Brettchen, heißes Wasser, Lagerungsgefäße und entweder eine Reibe, einen Stabmixer oder einen guten Smoothie-Mixer. Der Ingwer kann von Hand gerieben werden. Er kann vorgeschnitten in kleine Würfel mit einem Stabmixer zerkleinert werden oder er kann vorgeschnitten in kleine Würfel in einen guten Smoothie-Mixer verarbeitet werden. Bedenken Sie das ein Brettchen auf dem oft Zwiebeln geschnitten werden auch Zwiebelgeschmack an den geschnittenen Ingwer abgeben wird. Meiner Erfahrung nach ist der handgeriebene Ingwer nicht besser als der maschinell verarbeitete. Ich nutze daher stets den guten Smoothie-Mixer. Überfordern Sie nicht Ihre Küchengeräte. Die Ingwer-Whiskey-Mischung ist ordentlich zäh. Zu groß geschnittener Ingwer kann lange Fasern erzeugen, die sich um die Schneiden der Küchengeräte wickeln und so das Gerät überstrapazieren!

Zubereitung

Zu aller erst sollte der Ingwer blanciert werden. D.h. der Ingwer wird für ca 1 bis 1,5 Minuten in kochendes Wasser gelegt. Das ist nötig da die Schale einen hitzeunbeständigen Stoff beinhaltet von dem die einen behaupten er belaste den Magen. Die anderen behaupten das er das nicht tut. Ich behaupte keines von beiden und blanciere ihn einfach weil das ja auch eine einfache Lösung darstellt. Schwerer wäre es ein Kilo Ingwer zu schälen. Das empfehle ich niemanden der glücklich werden möchte! Das Blancieren schadet dem Ingwer kaum. Der überbrühte Ingwer ist meist nicht einmal durchgeheitzt. Verwenden Sie als Lagergefäße am besten Weithalsgläser. Das sind beispielsweise die Gläser in denen saure Gurken verkauft werden. Ich verwende immer gebrauchte und einfach ausgespülte Gläser mit Blechdeckel. Eine normale Flasche verstopft ständig durch den Brei der bei der Verrbeitung entsteht. Nun den Ingwer mit der bevorzugten Technik zerkleinern. Für die Methode mit dem Stabmixer oder dem Smoothie-Mixer wird der klein zerhackte Ingwer mit dem Whiskey zusammen püriert. Wer eine Reibe benutzt, der kann den Whiskey nachträglich dazugeben. Beim Abfüllen sollte der Deckel mit etwas Whiskey eingestrichen werden. Das verhindert Schimmelbildung. Das ist mir aber eh noch nie passiert. Ich glaube der Ingwer besitzt selbst eine antibakterielle Wirkung.

Lagerung

Die Gläser mit dem Ingwer-Whiskey-Brei werden am besten auf dem Kopf stehend an einem dunklen Ort aufbewahrt. Eine Flasche würde ich bei der 2 wöchigen Mischung einfach hinstellen. Die 6 monatige, zweite Mischung würde ich liegend lagern um den Deckel der Flasche mit dem Whiskey steril zu halten. Die Temperatur am Lagerort sollte nicht über 20 Grad liegen. Die 2 Wochen Lagerung, wie auch die 6 monatige Lagerung, vergehen ruhend ohne Wenden oder Schütteln.

Quetschen

Der Ingwer-Whiskey-Brei wird zum Quetschen über ein übliches aber großes Sieb abgeseilt. Das Sieb kann z.B. auf einen hohen Topf gesetzt werden. Sobald der Ingwerbrei im Sieb ruht, läuft ein großer Teil der Flüssigkeit ab. Nun muss der Rest von Hand ausgequetscht werden. Man kann auch den gesamten Brei in einen Topf geben und händeweise Ingwerfasern herausgreifen. Zum Schluss muss auch hier alles einmal abgesiebt werden. Wie auch immer Sie das machen, die abgenommene Masse muss stark in der Hand ausgequetscht werden. Da ist Muskelkraft gefragt. Der Faserball der ersten Quetschung wird noch einmal mit Whiskey aufgesetzt und muss nun 6 Monate wie beschrieben gelagert werden. Nehmen Sie hierzu die Ingwerreste und die Menge an Whiskey, die für die erste Mischung aufgesetzt wurde. Das Verhältnis von Ingwer und Whiskey ist bei weitem nicht mehr 1 zu 1. Die erwähnten 6 Monate später kann der abgenommene Faserball der zweiten Mischung seinen letzten Verwendungszweck zugeführt werden. Ich mache daraus gerne einen Grog, also einen Tee mit Whiskeynote. Dazu eignet sich schwarzer Tee aber auch indischer Yogi-Tee (ayurvedischer Kräutertee).

Ergebnis

Der Ingwerschnaps ist lange haltbar. Ich habe es noch nicht geschafft eine Flasche so lange zu lagern das er schlecht wurde. Ich habe ihn immer zuvor ausgetrunken. Trotzdem: bei der ersten Mischung entsteht gerade bei dem pürrierten Ingwer ein sich absetzender, grünlicher Brei. Dieser wird über die Zeit, also ab 1 Monat, bitter. Ich trinke ihn im frischen Zustand mit. Ab 1 Monate Lagerung mache ich als Feinschmecker das nicht mehr. Entweder ich schüttel die Flasche wenn ich ihn mittrinken will oder ich lasse den Ingwerschnaps langsam aus der Flasche auslaufen. Dann bleibt der Brei am Flaschenboden kleben. Man kann auch direkt zu Anfang beides kombinieren und den abgesetzten Brei durch abgießen in eine weitere Flasche vom Ingwerwhiskey trennen. Beim 6 monatigen Ingwerwhiskey, den ich als sehr geschmackvoll empfinde, achte ich darauf diesen Brei gar nicht erst in die Flasche zu lassen. Der 6 Monate alte Ingwerwhiskey ist mein bevorzugter Schnaps.